Bambus statt Baumwolle?

Die Hintergründe zu Bambustextilien:

Bambus ist ein nachhaltiger und günstiger Rohstoff, um daraus Textilien herzustellen. Sie gelten als atmungsaktiv, antibakteriell, schnell trocknend und umweltfreundlich. Allerdings hat Kleidung aus Bambus nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Rohstoff zu tun. In einem sehr aufwändigen Verfahren wird Bambus zu einer Art Zellulosebrei gemacht, aus dem dann die Fäden hergestellt werden. Die Kleidung, die daraus gefertigt wird, ist also eigentlich aus Viskose.
Bambuszellulose ist an sich nachhaltig. Während Polyester aus Erdöl besteht und Baumwollpflanzen extrem viel Wasser benötigen und oft auch mit Pestiziden gespritzt werden, erfährt Bambus in der Wachstumsphase keine nennenswerte Behandlung.
Wie umweltfreundlich das Endprodukt letztlich ist, hängt danach an dem einzelnen Hersteller. Die Weiterverarbeitung in der Fabrik und der Transport sollten sich an den Standards der gängigen Nachhaltigkeits-Zertifizierung orientieren. Auch bei der Herstellung von Bambustextilien müssen Chemikalien eingesetzt werden. Ideal wäre es daher, das Bambusgarn direkt aus den Fasern der Pflanze zu gewinnen. Dies ist aber noch Zukunftsmusik.

Mein Tipp für nachhaltige Labels.

Heute möchte ich das niederländische Modelabel "Royal Bamboo" vorstellen, das schöne Basics aus Bambus herstellt. Seit neuestem gibt es außerdem die modischere Zweitlinie "Antipode", ebenfalls ausschließlich aus Bambusviskose gefertigt. Im Interview berichten die beiden Geschäftsführer und Inhaber über das Material, die neue Kollektion und ihre Motivation.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung:

Royal Bamboo aus den Niederlanden produziert bambus-basierte Slow Fashion

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