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Sei eine Flasche!

Oft hat nachhaltige Kleidung weniger mit der Verwendung natürlicher Ressourcen zu tun als mit der chemischen Wiederaufbereitung von Wegwerfartikeln der Gesellschaft.

Ich wollte eine sogenannte Midlayer-Jacke für den sportlichen Funktionsbereich haben, d.h. sie sollte atmungsaktiv sein, Bewegungsfreiheit bieten und im Winter als mittlere Schicht, im Sommer als dünne Outdoorjacke fungieren. Zum Wandern, Walken, Reiten draußen und falls sie auch dafür noch ansehnlich genug wäre, auch für den etwas schickeren Hausgebrauch einsetzbar sein.

Eine Anforderung, die Ihnen vermutlich relativ bekannt vorkommt?

Nun wissen wir alle, dass diese Wünsche in der Regel von Funktionsstoffen abgedeckt werden, die wiederum aus synthetischen Stoffen, in der Regel Polyester, bestehen und diese meist auch noch chemischen Ausrüstungsprozessen unterzogen werden.

Wie konnte ich hier nachhaltiger agieren?

Bei der Suche bin ich auf diese Jacke von Kaikkialla gestoßen, die mich zunächst aufgrund der Farbe angesprochen hat. Wussten Sie übrigens, dass über 80% der Kaufentscheidungen über die Farbe getroffen werden?

Beim näherem Hingucken erwiesen sich die nachhaltigen Produkteigenschaften aber als viel ausschlaggebenderes Verkaufsargument:
Das Kleidungsstück wurde zu 100% aus recycelten PET-Flaschen hergestellt, um genau zu sein aus 12 Flaschen pro Jacke.

Wie entsteht ein Kleidungsstück?
3 verschiedene Hangtags – wer blickt da noch durch?

Wenn man sich die aufeinander aufbauenden Schritte in der Kleidungsfertigung vor Augen führt, macht plötzlich wieder alles Sinn:

Schritt 1: Alles beginnt mit dem Garn und hier kommen direkt die Flaschen ins Spiel.

Die Firma Perpetual Technologies mit Sitz in UK, Indien, Türkei und Südkorea hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch die Wiederverwertung von Plastikmüll die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Dafür haben sie eine technische Lösung entwickelt, mittels der Plastikflaschen in nachhaltiges Ester umgewandelt werden können.
Aus diesem abbaubaren Garn wird u.a. Bekleidung hergestellt, die z.B. von großen Marken wie Adidas, Decathlon, C&A und H&M vertrieben wird.

Seit 2015 haben sie so über 3,5 Millionen PET-Flaschen wieder in den nachhaltigen Kreislauf zurückgeführt.

Schritt 2: Aus diesem Garn stellt die italienische Firma Pontetorto das patentierte Gewebe Technostretch in seiner speziellen Wabenstruktur her. Das Unternehmen verwendet in seinem Projekt EcoSystem nur recyceltes Polyester, also aus Garnen und Polymeren, die aus eingestampfter Altkleidung oder gebrauchten Flaschen bestehen.

Die Produkteigenschaften: technischer Look, haltbar, wärmeisolierend, atmungsaktiv, schnell trocknend, nicht pillend, extrem leicht und platzsparend im Rucksack.

Schritt 3: Als letzter Schritt kommt das Design dazu. Hier schließt sich der Kreis in Deutschland bei Kaikkialla. Hinter der Marke verbirgt sich der Zusammenschluss von 6 Spezialisten für Outdoorausrüstung. Ihre Agenda besteht aus der Herstellung von hochwertiger und bezahlbarer Outdoor-Bekleidung, die lange hält.

Die Produktionsmengen werden bewusst klein gehalten und die Produkte maßgeblich in Europa gefertigt. Um der ökologischen Idee Rechnung zu tragen, werden außerdem überwiegend wiederverwertbare, eingetragene Materialien verwendet (THERMORE Ecodown® Isolationsfasern und SYMPATEX Performance® Membran).

Wenn Sie auch etwas für die Umwelt tun möchten und mehr spannende, fair hergestellte und zu Ihnen passende Mode finden möchten, nehme ich Sie gerne auf einer nachhaltigen Shoppingtour an die Hand.

Und wie geht es mir nach den ersten Tragegelegenheiten damit? Ich komme kaum noch heraus aus dem Teil: es fühlt sich wunderbar leicht an, ist super elastisch in 4 Richtungen, liegt aber eng an, hält warm und sieht gut aus!

Klingt wie Werbung? Ja, aber ich möchte Ihnen nicht speziell diese Jacke ans Herz legen, sondern einen schärferen Blick für Produkte am Markt, die sowohl etwas für uns als auch für die Umwelt tun.

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